Roboter im Unterricht: was die Forschung sagt
Robotik hilft beim Lernen vor allem dann, wenn sie einem fachlichen Ziel dient. Soziale Roboter eröffnen weitere Einsatzmöglichkeiten.
ZielEine Robotikaktivität entwerfen, die ein bestimmtes Lernziel verfolgt, und ihre Wirkung messen.
Eine systematische Übersichtsarbeit von 2012 zur Robotik in der Schule kommt zum Schluss, dass Robotik im Allgemeinen zum Lernen beiträgt, vor allem in Naturwissenschaften und Mathematik, dass manche Studien jedoch keinen Gewinn zeigen. Der Unterschied liegt in der Gestaltung: ein klares fachliches Ziel und eine angeleitete Aktivität, statt Robotik um ihrer selbst willen.
In der Schweiz wurde der offene Roboter Thymio, entwickelt an der EPFL, für die Schule konzipiert: kostengünstig, robust und auf verschiedene Arten programmierbar, von visuellen Ereignissen bis zu Text. Seine Entwickler beschreiben seinen Einsatz in Klassen aller Stufen.
Soziale Roboter, die sprechen und auf die Lernenden reagieren, sind Gegenstand weiterer Forschung. Eine Übersichtsarbeit von 2018 zeigt positive Effekte auf bestimmte gezielte Lerninhalte wie den Wortschatz, mit technischen Grenzen und ethischen Fragen zur Beziehung des Kindes zur Maschine.
Quellen
- Benitti (2012). Exploring the educational potential of robotics in schools: A systematic review. Computers & Education 58(3), p. 978–988. doi.org/10.1016/j.compedu.2011.10.006
- Mondada, Bonani, Riedo et al. (2017). Bringing Robotics to Formal Education: The Thymio Open-Source Hardware Robot. IEEE Robotics & Automation Magazine 24(1), p. 77–85. doi.org/10.1109/MRA.2016.2636372
- Belpaeme, Kennedy, Ramachandran et al. (2018). Social robots for education: A review. Science Robotics 3(21), eaat5954. doi.org/10.1126/scirobotics.aat5954